Supply Chain Resilienz: Agilität und Transparenz machen Lieferketten sicher

Moderne digitale Logistikplattformen mit partnerschaftlichem Ansatz sind keine Einbahnstraßen, von denen nur die Verlader profitieren. Die hohe Transparenz und die agilen Prozesse nutzen auch den Spediteuren und Transporteuren. Die effiziente Form der Kooperation sorgt nicht zuletzt für eine maximale Resilienz.

Mal ist es ein havariertes Containerschiff im Suezkanal, mal ein ausgebrochener Vulkan in Island und ein weiteres Mal eine Nuklearkatastrophe in Japan: Solche unvorhersehbaren Ereignisse erschüttern in unregelmäßigen Abständen die fein justierten weltweiten Lieferketten. Gleiches gilt für die seit 2019 grassierende Corona-Pandemie, unter der wir wohl noch längere Zeit leiden werden.

Schnelle Alternativen

Dementsprechend aktuell ist auch die Frage, wie man die Widerstandsfähigkeit beziehungsweise Resilienz der Lieferketten absichern beziehungsweise steigern kann. Ein Schlüssel zu mehr Stabilität liegt unbestritten in der Digitalisierung der Supply Chain und der engeren Vernetzung aller Beteiligten über Online-Plattformen. Während der Pandemie sind die damit verbundenen Wettbewerbsvorteile deutlich geworden: Wenn Häfen geschlossen und die Laderaumkapazitäten von Flugzeugen und LKW knapp werden, können mit Hilfe digitalisierter Prozesse schneller Alternativen gefunden und Kosten gespart werden.

Wie das funktioniert, lässt sich am Beispiel einer digitalen Kollaborations-Plattform verdeutlichen, die idealerweise über eine Schnittstelle zum eigenen ERP- oder Transportmanagementsystem (TMS) verfügt. Dank moderner Web APIs lassen sich solche Verbindungen ohne großen Aufwand einrichten. Über diese Schnittstelle können Verlader und Logistikdienstleister ihre Auftragsdaten ohne weiteren Erfassungsaufwand potenziellen Transporteuren zur Verfügung stellen. Auch die Dispositionssoftware der Transportunternehmen kann über eine Schnittstelle an die Plattform angebunden werden, so dass innerhalb der Lieferkette die Auftragsdaten agil, ungehindert und vor allem völlig transparent fließen können.

40.000 potenzielle Partner

Diese Eigenschaften bilden die Basis für eine optimierte Resilienz, von der alle Beteiligten profitieren. Dabei gilt: Je größer die Community der Kollaborations-Plattform ist, desto höher der Nutzen. Neben den technologischen Möglichkeiten der Vernetzung sollte man bei der Auswahl der geeigneten Plattform also unbedingt auf die Zahl der bereits angeschlossenen Unternehmen achten. Die Logistik-Plattform Trans.eu hat sich auf Landtransporte spezialisiert und bietet hier zum Beispiel ein internationales Netzwerk mit 40.000 geprüften Kooperationspartnern.

Aus Sicht der Verlader bedeutet das, dass sich die Zuverlässigkeit der eigenen Lieferkette auf fast beliebig vielen Säulen aufbauen lässt. Engpässe beim bevorzugten Spediteur oder Transportunternehmer lassen sich durch „Multiple Sourcing“ innerhalb kürzester Zeit ausgleichen. Über die Plattform besteht der Zugriff auf viele weitere zuverlässige Partner, die bereits geprüft wurden. Diese Option entspricht den Ergebnissen einer Umfrage des Beratungsunternehmens Abels & Kemmner in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Fertigung. Demnach werde „sich die Lieferantenstruktur in der Zukunft ändern“. Mehr als 80 Prozent der 250 befragten Entscheider aus den Bereichen Produktion, Logistik, Supply Chain Management, Einkauf und Arbeitsvorbereitung gaben an, dass es „künftig mehr Multiple Sourcing geben wird“.

Vereinfachte Prozesse

Für Spediteure, die nur einen Teil der Transportaufträge mit eigenem Equipment durchführen, gilt das Gleiche. Auch hier muss man sich dank einer weit verbreiteten Logistik-Plattform nicht mehr länger auf einige wenige „feste“ Subunternehmer verlassen, sondern schöpft aus einem großen Pool anerkannter Transportpartner. Die vollständige Digitalisierung der sonst sehr zeitintensiven administrativen Vorgänge beim Start einer neuen Zusammenarbeit spielt dabei eine Schlüsselrolle. Das Überprüfen der Dokumente wie zum Beispiel der EU-Unternehmerlizenz entfällt, weil die Transporteure die notwendigen Nachweise regelmäßig in ihre Profile hochladen.

Dadurch vereinfacht sich auch der Aufwand für die Transporteure: Diese müssen ihre Qualitätsnachweise nur noch bei wenigen geeigneten Plattformen hinterlegen, statt sich immer wieder gegenüber neuen Auftraggebern zu rechtfertigen. Aber auch sonst bergen die digitalen Logistik-Plattformen für Transportunternehmer mehr Chancen als Risiken. Sie können zwar von ihren Auftraggebern dank der hohen Transparenz der Prozesse leichter ausgetauscht werden, dafür sind sie jetzt für eine maximale Zahl anderer Verlader und Spediteure sichtbar. Weniger lohnende Aufträge können also schneller durch lukrativere Angebote ersetzt werden. Gleiches gilt für plötzlich wegbrechende Frachten durch konjunkturelle Schwankungen, wie wir sie zuletzt wieder in der Automotive-Branche beobachten konnten.

Vertrauen und Planbarkeit

Fazit: Digitale Logistik-Plattformen wie Trans.eu sorgen bei allen Beteiligten der Lieferkette für mehr Sicherheit und Resilienz. Der partnerschaftliche Ansatz, der durchgängige Datenfluss und die damit verbundene Transparenz sorgt für Vertrauen, Planbarkeit und ermöglicht bei Störungen in der Lieferkette ein schnelles und gezieltes Handeln.

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